6 Monate Nordbabymädchen

6 Monate sind heute um. Das erste halbe Jahr.  Das ging schnell. Verdammt schnell! Das heißt auch in einem halben Jahr ist sie kein Baby mehr. Hallo? Das geht mir ZU schnell! 😱

Aber nichts desto trotz will ich auch wieder einmal zurück blicken und erzählen was sie so alles kann.

Die Dame übt inzwischen fleißig krabbeln. Leider klappt das noch nicht so wie sie es gerne möchte. Die Beine bekommt sie noch nicht unter den Poppes und so robbt sie nach hinten weg. Im Laufstall hängt sie dann irgendwann am Gitter bzw. an der Einlage und dann geht es (nach hinten) natürlich nicht mehr weiter. Was dann mit lautem Protestgeschrei kommentiert wird.

Allerdings geht es mit dem Oberkörper schon gut zur Seite und sie schafft es auf dem Boden schon locker von der Krabbeldecke runter. Was auch nicht immer zu ihrem Vorteil ist. Neulich hat sie sich dann auf den Rücken gedreht und auf die letzten Zentimeter fallen lassen. Mit einem lauten *klonk* schug ihr Köpfchen aufs Parkett und dann war natürlich erst mal Alarm angesagt. Und eine große Beule. Aber Mama tröstet und pustet alles weg 😘

Liegen im Kinderwagen findet sie auch nicht mehr so toll. Allerdings mache ich da keine Kompromisse. Wer nicht sitzen kann muss eben liegen. Sie in eine aufrechte oder auch nur halb aufrechte Position in den Sportsitz zu schnallen wäre gar nicht gut für ihren Rücken.

Zähne sind, trotz Zahnaua, noch keine in Sicht. Ich bin der Meinung ihr Bruder hatte mit 6 Monaten schon Zähne, ich muss unbedingt mal sein Zahnheftchen rauskramen. Das liegt in unserer großen Erinnerungskiste.

Mit dem Brei hat sie es momentan nicht so. Je nach Laune isst sie gut oder ganz schlecht. Und ganz schlecht heißt, sie findet es absolut großartig das Zeug mit Prusten auf uns beiden zu verteilen. Ich stelle das Füttern dann ziemlich schnell ein und dann kriegt sie eine Flasche. Ich will sie dann ja nicht noch ermutigen zu dem Quatsch.

Bei der Babykleidung sind wir aktuell bei 68, wobei wir auch tatsächlich noch Sachen in 56 haben die ihr passen und natürlich noch einiges in 62. Langsam wird es Zeit für den Herbst zu shoppen. Wobei ich das Gefühl habe, das Verlangen kommt auch nur weil das Wetter so schlecht ist.

Ich bin gespannt was das nächste halbe Jahr so bringt. Wie sie sich entwickelt. Sie ist jetzt schon definitiv total anders als ihr Bruder.

Unser Test mit dem Qeridoo Kidgoo 2

Produkttest

Über Twitter und Instagram konnte man es ja schon lesen: Wir haben bei MiBaby einen Kidgoo 2 für einen Produkttest gewonnen. Meinen Test bei Mibaby habe ich schon abgeschlossen, wenn das Testergebnis veröffentlicht wird, setze ich den Link auch als Update hier im Artikel 🙂

Aber ich möchte euch natürlich auch ausführlich hier im Blog über den Fahrradanhänger berichten.

Der Qeridoo Kidgoo 2 ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Fahrradanhänger für ein oder zwei Kinder. Er ist außerdem mit dem mitgelieferten kleinen Vorderrad als Buggy nutzbar und optional kann man auch ein großes Joggerrad dazu kaufen. Mit Adaptern oder einer Weber Babyschale ist er auch schon für die kleinsten nutzbar.

 

Ankunft und Zusammenbau

Der Anhänger wurde uns direkt vom Hersteller per UPS geliefert.

Der Aufbau war sehr einfach und dank der bebilderten Anleitung auch gut verständlich. Einzig das Aufklappen der Fahrerkabine bereitete mir etwas Schwierigkeiten. Ich bin halt ein Schwächling seit der Schwangerschaft! Das es so schwer ging, schiebe ich aber einfach mal darauf, dass der Kidgoo 2 noch nie aufgeklappt und der Stoff eben noch nicht gedehnt war.

Nachdem Federung, Räder, Griff und Bremse angebracht waren, musste ich dann noch den Sitz ausbauen. Da unsere Tochter ja erst 5 (fast 6) Monate alt ist, kann sie noch nicht ohne weiteres Zubehör im Qeridoo transportiert werden. Es muss eine Werber Babyschale her oder, in unserem Falle, die Adapter für den MaxiCosi. Dabei gilt es aber zu beachten dass im Falle der Adapter dann nur noch EIN Kind im Kidgoo 2 zu transportieren geht. Da ja der Sitzeinhang komplett ausgebaut wird.

Allerdings ist diese Transportmöglichkeit die sicherste die geht mit Fahrrad. Wo ist das Kind sicherer als dreifach befestigt in seinem Autositz? (Dreifach: 1. Festgeschnallt im Sitz,  2. Sitz befestigt auf Adapter verbunden mit dem Chassis und 3. die Babyschale wird zusätzlich noch einmal mit einem Gurt gesichert).

Der komplette Zusammenbau inklusive auspacken, inspizieren und Adapter anbringen dauerte ca. eine Stunde.

Alles was dann noch fehlt, ist die Kupplung am Fahrrad. Eine wird mitgeliefert. Jede weitere kann man direkt beim Hersteller oder diversen Onlineshops für 14,90 EUR bestellen. Das anbringen am Fahrrad ist etwas fummelig. Denn die Kupplung muss waagerecht sein und beim zuschrauben dreht sie sich zum Schluss leider mit. Was mich einige Flüche gekostet hat. Aber wenn sie sitzt dann sitzt sie. Macht man ja nur ein mal.

 

Unterwegs mit dem Fahrrad

Die Deichsel lässt sich sehr einfach am Fahrrad anbringen. Mit zwei Handgriffen ist sie befestigt und wirkt auch sehr sicher. Beim neuen Modell 2017 wurde die Deichsel geändert. Im Vergleich zum Vorgängermodell wirkt diese durch ihre Kanten robuster. Zudem wurde der vordere Teil, der mit dem Fahrrad verbunden wird, komplett verändert.

Auch das anbringen der Deichsel am Anhänger geht mit einem Klick.

Die einstellbare Blattfederung leistet richtig gute Dienste. Vor allem für ein Baby ist ein gefederter Anhänger wichtig und sinnvoll. Immerhin haben die kleinsten auch empfindliche Rücken. Und da können grobe Holperstrecken wie Feldwege oder Kopfsteinpflaster schon zur Gefahr werden. Aber durch die Blattfederung fährt das Kind sehr ruhig und wird nicht durchgeschüttelt. Ihr gefällt es unterwegs sogar sehr gut. Sie hat noch nicht ein einziges gemeckert im Gegensatz zum liegen im Kinderwagen.

Engere Kurven sind dank der Flexbar-Deichsel auch kein Problem. Der Qeridoo verhält sich vorbildlich. Das einzige was ich persönlich etwas irritierend finde, ist dass es manchmal quietscht. Das ist aber sicher dem Material geschuldet und nicht weiter schlimm.

Wenn nur ein Kind im Anhänger mit fährt, kann man die Gurte zum Anschnallen mittig platzieren, so dass auch mit nur einem Kind eine optimale Gewichtsverteilung gegeben ist. Und so hat das Kind natürlich mehr Platz 🙂

Insgesamt ist der Kidgoo 2 innen sehr komfortabel ausgestattet. Der verstellbare 5-Punkt-Gurt ist gut gepolstert. Dazu gibt es zwei verstellbare Kopfstützen und eine durchgängige Rückestütze, beides offenbar mit Memoryschaum. Auch der Fußraum ist geräumig. So sind die Kinder unterwegs bequem und sicher untergebracht.

Auch an die Sonne hat Qeridoo gedacht. Ein Sonnensegel ist integriert und kann durch die Klettseiten stufenlos variiert werden. So scheint dem Kind auch nie die Sonne ins Gesicht. Beim einem anderen bekannten Hersteller war (und ist bis heute) kein Sonnensegel dabei. Man muss sich dies separat kaufen oder eines selber nähen. Dabei denke ich dass dies ein wichtiges Accessoire ist. Immerhin können die Kinder festgeschnallt im Radanhänger der Sonne nicht ausweichen und man kann sich die Richtung in die man fährt ja nicht unbedingt aussuchen. Wie schnell erleiden Kinder einen Hitzeschlag wenn sie der Sonne ausgesetzt sind?

Ein drittel Sonnenverdeck. Das Sonnenverdeck kann bis zum Ende der breiten Klettstreifen reichen 🙂

 

Das integrierte Regenverdeck lässt sich bei schönem Wetter einfach aufwickeln (siehe Bild) und oben befestigen. Bei Regen ist es sehr schnell mit den beiden seitlichen Reißverschlüssen verschlossen und hält auch gut was aus. Es gibt noch ein zusätzliches Regenverdeck von Qeridoo. Ich bezweifle aber dass man das benötigt!

Bei Regen müssen die Kinder übrigens auch nicht im stickigen Anhänger sitzen. Qeridoo hat sich ein zusätzliches Belüftungssystem ausgedacht:

Seitlich am linken Fenster und hinten über dem Gepäckfach befinden sich Lüftungsgitter die sich separat öffnen lassen. Sicher auch praktisch bei sehr warmen Temperaturen für zusätzlichen Durchzug 🙂

 

Als Buggy

Das Buggyrad wird einfach in die Halterung eingesteckt, macht *klick* und sitzt bombenfest. Die Frage „Wohin mit der Deichsel“ stellt sich auch nicht, diese kann man nämlich einfach unter dem Kidgoo 2 verstauen, in dem man sie nach hinten gerichtet in die Deichselhalterung klickt. So kann man also bequem das Buggyrad einpacken, mit dem Rad zu einem Event oder dem Spielplatz fahren und dann vor Ort den Anhänger als Buggy nutzen ohne das irgendwelche Teile im Weg sind.

Der Schiebegriff vom Kidgoo 2 lässt sich mehrfach in der Höhe verstellen, so dass sowohl große als auch kleine Personen bequem schieben können.

Am Schiebegriff befindet sich dann auch die Bremse des Kidgoo 2. Eine Stiftbremse die im Radkranz einhakt. Mit etwas Kraft muss man den Hebel runterdrücken und der Kidgoo steht bombenfest. Per seitlichem Knopfdruck lässt sich die Bremse lösen.

Als Buggy ist der Kidgoo 2 trotz seiner Größe erstaunlich wendig. Das Buggyrad lässt sich aber auch feststellen, falls nötig.

 

Sicherheit

Auch Sicherheit wird natürlich beim Kidgoo nicht vernachlässigt. Die erhältlichen Farben sind allesamt sehr auffällig und im Straßenverkehr gut sichtbar. Reflektoren gibt es vorne, hinten und seitlich an den großen Speichenrädern. Abends wird allerdings zusätzliches Licht benötigt. Ein entsprechendes Set ist beim Hersteller erhältlich. Aber natürlich hilft hier auch der örtliche Fahrradhändler weiter.

Zur Ausstattung gehört natürlich auch das obligatorische Fähnchen. Die Fahnenstange ist zweiteilig, so dass man den unteren Teil stecken lassen kann und nicht jedes Mal die ganze Stange  raus- und wieder reinfummeln muss.

Leider vergessen viele Radfahrer das Fähnchen gerne. Ich sehe täglich viele Fahrradanhänger die ohne Fahne unterwegs sind. Dabei wird diese dringend benötigt für die Sichtbarkeit und ist gesetzlich vorgeschrieben!

 

Stauraum, jede Menge Stauraum!

Was mich wirklich absolut begeistert ist der Stauraum den der Kidgoo 2 bietet. Angefangen im Fahrgastraum, wo jedes Kind seitlich eine Tasche für Getränke,Snacks oder das geliebte Schnuffeltuch hat, damit der Kram unterwegs nicht im Anhänger rum fliegt.

Dazu einen riesigen Gepäckraum mit einer Extratasche für das Buggyrad und andere Kleinteile, sowie zwei Aufsatztaschen hinten an der Klappe vom Gepäckfach.

Und wenn man den Kidgoo als Buggy schiebt, kann man sein Smartphone in der dafür vorgsehenen Tasche verstauen. Diese ist mit eienr Touch-Folie ausgestattet, so dass man das Smartphone bequem durch die Folie bedienen kann.

Mein HTC 10 hat inkl. Bumper sehr gut rein gepasst und die Bedienung funktionierte perfekt. Bis auf den Fingerabdrucksensor natürlich. Das geht dann nicht.

Insgesamt bietet der Kidgoo 2 einen Stauraum von 82L,was schon sehr beachtlich ist.

 

Wie lange passen die Kinder rein?

Ohne Adapter oder Babyschale ist der Qeridoo Kidgoo 2 ab 12 Monaten nutzbar (Mit Adaptern natürlich schon früher) und dann bis 6 Jahre bzw. bis das Kind 117cm groß oder 22kg schwer ist. Der Butscher würde also sogar noch knapp reinpassen mit seinen 116cm. Aber da wir die Adapter nutzen, fährt nur die Nordbabydame damit.

Übrigens finde ich die Sitzposition im Anhänger sehr gut. Die Babyschale ist leicht nach hinten geneigt, so dass sie im Gegensatz zum Auto fast liegt. Im Auto ist die Schale definitiv mehr nach vorne geneigt (auch mit Isofix-Sation, da ist es nur nicht ganz so extrem wie ohne).

 

Fazit

Ich bin begeistert vom Qeridoo. Ich muss gestehen dass mir diese Marke vorher nicht bekannt war. Ich kannte nur die üblichen Verdächtigen, vor allem eben dadurch, dass wir früher einen für den Butscher hatten. Wir hatten schon überlegt wieder einen Anhänger anzuschaffen. Vor allem da ich keinen Führerschein habe, ist ein Anhänger für mich schon sehr praktisch um etwas Mobiler zu sein. Als ich dann aber die aktuellen Preise sah, war ich ehrlich gesagt etwas geschockt.

Der Qeridoo Kidgoo 2 kostet aktuell ca. 499 EUR. Dafür bekommt man einen großen Anhänger mit einer sehr guten, einstellbaren Federung, viel Stauraum und jeder Menge Extras. Vor allem aber bekommt man einen Anhänger, bei dem man das Gefühl hat dass sich da Menschen, die selber Kinder haben, Gedanken gemacht haben was nützlich sein könnte und was nicht. Der Qeridoo Kidgoo 2 wirkt insgesamt sehr durchdacht und macht vieles richtig.

Ich bin gerne mit dem Anhänger unterwegs und kann ihn wirklich empfehlen. Er hat die ganzen Wochen über alles mitgemacht, selbst Matschfahrten über Feld und Schotter und ich habe mich nie über ihn geärgert. Das einzige Manko: Er passt auch zusammen geklappt nicht in unseren Golf 7. Ist halt so. Ist ja auch nicht schlimm. Hätte ich den jetzt nicht gewonnen, sondern müsste ihn wieder abgeben, würden wir uns definitiv einen Qeridoo zulegen. Denn ich bin überzeugt dass man da am meisten Leistung für sein Geld bekommt.

Von wegen Durchschlafen

Es ist 23:55 Uhr und ich bin wach. Nicht etwa weil die Nordbabydame wach wäre. Nein, die schläft nach einer Flasche seit ca. 40 Minuten schon wieder tief und fest. 

Sondern weil der Butscher wach ist und im 5-Minuten-Takt nach mir ruft. Wobei 5 Minuten relativ großzügig bemessen sind. 

Neulich meinte jemand „Du hast es ja gut. Dein großer schläft wenigstens schon durch. Da kannst du mehr schlafen als eine Mutter mit zwei kleinen Kindern.“ 

Jetzt gerade im Moment kann ich darüber nur sarkastisch lachen! Ha ha ha. 

Das Durchschlafen vom Butscher ist auch gar kein Problem. Sondern dass er sich erst mal in den schlafenden Zustand begibt! 

Denn offenbar setzt ab 6 Jahren dass Gedankenkarussell ein. Und heute hat es besonders Fahrt aufgenommen. Der junge Herr hat Angst vor Einbrechern. 

Hatte er neulich schon mal. Alle Beteuerungen dass wir ja aufpassen, dass die Einbrecher nicht so dumm sind, in ein Haus einzubrechen wo Licht brennt und obendrein ein Hund wohnt, der den leisesten Maulwurfpups verbellt, halfen nichts. Letztes Mal nicht. Dieses Mal nicht. 

Die letzte Nacht endete um 4 Uhr auf dem Sofa, weil die Nordbabydame MagenDarm hat und ganz fieses Bauchweh hatte. 

Über Tag schlafen geht absolut nicht. Denn es ist immer irgendwas irgendwo. Ob dass ein Insasse dieser Irrenanst.. Äähhh dieses Familienhaushaltes ist, oder der Nachbar der den Rasen mit dem Benzinrasenmäher mäht, die Wand wegkloppt oder die örtliche Feuerwehr ausrückt. Irgendwas ist definitiv los ab genau dem Moment wo ich die Augen schließe. Spätestens. Murphys Gesetz! 

Ich bin mittlerweile seit 16 Stunden wach. Ich habe ganz schlimne Schulterschmerzen vom Baby rum tragen und Bäuchleinaua weg massieren/fliegen. Ich würde gerne schlafen. Aber ich kann noch nicht. Und wenn ich es endlich kann dann maximal zwei Stunden, denn dann kräht das Baby schon nach der nächsten Flasche 😩

Ach ja nicht dass das noch falsch verstanden wird: Ich will mich absolut nicht beschweren. Es ist okay so 😉 Aber ich will mal zeigen, dass es so Pauschal wie manche denken gar nicht ist! 

Auch ältere Kinder können einem den Schlaf rauben. Und dass sogar mit komplexeren Themen als die Babys! Damit es ja nicht langweilig wird. 😉

Und während ich dass hier abschicken will, bellt der Hund. Irgendwas ist immer. Sag ich ja 😄

Ohrwurmdialog

Mein Sohn hat neulich bei YouTube so ein Video entdeckt. Die App kannte ich schon und hatte das völlig vergessen. Aber er hatte den Text sofort drauf und sang das ununterbrochen. Und so hatte ich einen sehr nervigen Ohrwurm als ich gestern Abend mit dem Hund gassi war.

Es folgt eine gedankliche Unterhaltung mit meinem Ohrwurmzentrum:

 

„Dumb ways to die… oaaar! Ich brauch dringend einen anderen Ohrwurm! Hirn? Was hast du auf Lager?“

Santa Maria….

„NEIN!!! Alles, bloß das nicht!!“

*kram kram* I like to move it, move it…

„Vom Regen in die Traufe “

Atemlos, durch die Nacht!!!!

„NEEEIIIIIIN!!!!“

Wie wärs mit Alles hat ein Ende nur die Wurst hat…

„OMG!!! Wieso kann mein Kind nur solche Lieder! Und ich hab die Ohrwürmer dazu. Ne ganze Kiste voll!“

Eine Flasche Bier, sie dringt tief in dein Herz…

„Nicht ganz so schlimm. Aber hab ich nix für gute Laune?“

Peanut Butter Jelly Time…

„Ich gebs auf “

 

Rausschmiss aus dem Kindergarten – Ein Abschied für Eltern und Kind

Am Dienstag war es so weit: Sämtliche Eltern von zukünftigen Schulkindern standen vor dem Zaun des Kindergarten Spalier und warteten gespannt auf den großen Akt: Der Rausschmiss der Kinder aus dem Kindergarten.

Die Kinder wurden bis letzten Jahr wirklich geworfen. In einem Tuch wurden sie geschwungen und landeten dann auf dicken Turnmatten. Dieses Jahr wurde es geändert und die Kinder hüpfen jetzt selbstständig von einem Bock in die Freiheit.

 

Entschuldigt dass ich kein besseres Bild habe. Aber da ich mit der DSLR gefilmt habe, konnte ch nur mit dem Smartphone fotografieren und durch das Zoomen und Gegenlicht sind die Bilder nicht gerade toll 🙈

Mit Wehmut schaute ich zu wie die Kinder, darunter auch mein Sohn, in die Freiheit hüpften. Raus aus dem Kindergarten. Auf dem Weg zur Schule. Als das Kindergartenjahr im August 2016 startete sagte ich meinem Sohn noch dass es ja noch eeeewig dauert bis zum Rausschmiss. Ich hatte das Gefühl das Gespräch wäre nur wenige Tage her gewesen. Das Jahr war rasend schnell um.

Kein Wunder. Durch die Schwangerschaft, das neue Geschwisterkind und viele andere Ereignisse verging die Zeit wie im Flug.

Nach dem Rausschmiss wurde von den Eltern das Geschenk für die Erzieher überreicht (ein Apfelbaum) und wir wurden in den Kindergarten gebeten. In den Gruppenräumen ging es dann nämlich weiter. Alle Kinder saßen im Kreis und jedes Schulkind bekam eine persönliche Karte, handgeschrieben, von den Erziehern vorgelesen. Jede individuell und mit viel Liebe. Dazu für jedes ein Geschenk. Für manches Kind war es wirklich der letzte Tag.Da wurden die letzten Sachen zusammengesucht, das Portfolio mitgenommen und letzte Umarmungen vergeben.

Für meinen Sohn ist der letzte Tag noch ein wenig hin. Ich will ihm noch die Bedarfszeit geben um so lange es geht den Kindergarten zu genießen. Aber dieser Tag war die letzte Gelegenheit sich von seinem Lieblingserzieher zu verabschieden. Der ist nämlich seit Mai in Elternzeit und erlebt so die letzten Wochen Kindergarten mit den großen Kindern gar nicht mit. Aber er hatte versprochen an diesem Tag da zu sein. Mein Sohn hängt wirklich sehr an ihm und hat schon so manche Träne vergossen weil er ihn vermisst und der doch bitte wieder kommen soll. Er ist wohl sein Papaersatz.

Auch ich habe mich verabschiedet und wollte ihm für die drei Jahre danken. Ich hatte den Rausschmiss, die Karten und die Geschenke ohne Probleme überstanden, aber da liefen dann plötzlich die Tränen und die herzlichen Gefühle übermannten mich fast. Das „Danke für tolle drei Jahre“ meinte ich wirklich von Herzen.

Ich wünschte ich hätte so einen tollen Kindergarten gehabt und so tolle Erzieher. Ich habe mein Kind vielleicht am Anfang mit einem großen Vertrauensvorschuss in eine „Fremdbetreuung“ gegeben. Aber es sind keine Fremden geblieben. Wir haben viel gesprochen, viel Hand in Hand gearbeitet was den Sohn betraf, Abende beim Elternabend und Nachmittage bei Festen miteinander verbracht. Es waren drei wundervolle Jahre.

Mir graut es heute schon vor dem wirklich letzten Tag. Wenn ich da schon so nah am Wasser gebaut war, wie wird es denn dann erst werden? Wenn wir alle unsere Sachen mit nehmen und ich weiß dass wir nicht mehr wieder kommen. Dass wir uns nicht mehr täglich sehen werden. Dass die lieb gewonnene Gewohnheit, die auch der Hund schon drin hat, nämlich am Tor vom Kindergarten abzubiegen und sich bei der Vordachsäule zu parken, ein Ende hat.