Endlich Schulkind! Eine wundervolle Einschulung und ein Wochenende das anders verlief als geplant

Es ist endlich so weit. Wir haben jetzt ganz offiziell ein Schulkind. Am Samstag war der große Tag: Die Einschulung.

Aber natürlich war schon vorher einiges los. Es musste einiges vorbereitet werden. Wir hatten ja auch direkt am Sonntag noch die Taufe der kleinen Schwester. Zwei Großereignisse an einem Wochenende.

Vorbereitungen

Im Vorfeld wurden zwei Torten gebacken, es wurden letzte Schuldinge (und Sachen für die Schultüte) besorgt, der Pfarrer war am Mittwoch zum Taufgespräch bei uns und ein Augenarzttermin mit dem Butscher stand auch noch an. Zudem musste einiges eingekauft werden für das Kaffeetrinken an beiden Tagen und fürs Grillen dass Abends geplant war. Die letzte Woche war also echt voll gepackt.

Der Freitag war für die Torten reserviert und so sah es dann auch hier aus. Meine Chaosküche:

Der Butscher hat sich natürlich eine Torte wünschen dürfen und wollte eine Schokoladentorte mit Marzipanfüllung. Hier noch „nackich“. Da kam noch ein Schokoladenüberzug drüber und eine Tafel drauf.

Die Tafel hatte ich schon Anfang der Woche gezaubert, aus holländischem Marzipan:

Da das ja schon gefragt wurde: Das Rezept werde ich dann auch hier verbloggen 🙂 Kommt morgen!

Für die Nordbabydame wurde es eine Buchtorte aus Biskuitteig und einer Himbeerquark-Füllung. Leider habe ich diese Torte ganz umsonst gemacht. Ein Bild mag ich trotzdem zeigen, denn sie ist wunderschön geworden:

Anders als geplant

Leider kam alles anders als geplant. Zum großen Wochenende haben sich Verwandte angekündigt und meine Eltern und mein Bruder. Die die Nordbabydame noch nie gesehen haben. Dementsprechend auch die Planung der Taufe am Einschulungs-WE. Meine Verwandten, darunter auch die Patentante vom Butscher, saßen am Freitag schon auf unserem Sofa als mein Handy klingelte mit einer Hiobsbotschaft: „Ich weiß nicht ob wir fahren können! Mama geht es ganz schlecht! Die Kann kaum laufen und sprechen.“

Oh fuck! War meine erste Reaktion. Und die sofortie Bitte mit ihr ins Krankenhaus zu fahren. Meine Mutter hatte schon zwei Schlaganfälle. Ein dritter soll unter allen Umständen vermieden werden.

Den Abend über gab es noch einige Anrufe, einen Arztbesuch, eine Einweisung ins Krankenhaus aber auch die Entwarnung: Kein Schlaganfall. Trotzdem war klar dass das mit dem Besuch bei uns nichts wird. Der Butscher war natürlich traurig. Und unter diesen Umständen habe ich auch die Taufe abgesagt.

Die Einschulung konnte man natürlich nicht verschieben. Aber wir hatten trotzdem einen schönen Tag und haben Bilder geschickt.

Einschulungstag

Samstag. Der große Tag. Um 6 klingelte schon der erste Wecker. Denn der Butscher wollte zum Einschulungsgottesdienst, der um 8:30 Uhr startete und vorher mussten noch die bestellten Kuchen beim Bäcker abgeholt werden. Wir hatten ja zwei große Tage geplant und mehr Leute.

Ich blieb mit der Nordbabydame zuhause. Wir machten uns fein und waren noch für den Hund zuständig. Das Einschulungsoutfit der kleinen Schwester:

Um 9:30 Uhr ging es dann herausgeputzt, mit Schulranzen und Schultüte (noch in elterlicher Verwaltung, die sollten die Kinder erst nach ihrer ersten Schulstunde bekommen) zu Fuß zur Schule.

Die Einschulung war toll gestaltet. Die Rektorin sagte ein paar Worte, erzählte eine kleine Geschichte und übergab dann an den Schulchor, der uns ein kleines Musical vorführte. Über Alec, den Außerirdischen der zu uns kam um auf der Erde „Menschlichkeit“ zu lernen. Denn das hatten sie auf ihrem Planeten verlernt. Sie hätten Technisch alles erreicht was möglich ist, aber die Menschlichkeit, die hatten sie leider verloren. Und darüber hinaus hat Alec auch gleich noch was anderes entdeckt, nämlich die Liebe!

Danach kamen die Lehrerinnen der beiden Klassen, die Kinder wurden namentlich aufgerufen und durften dann gemeinsam in ihre Klassen verschwinden. Während wir Eltern und alle Verwandten auf dem Gelände umherstromern und Kaffee und Kuchen genießen durften oder uns über den Förderverein informieren konnten. Nur eins war nicht erlaubt: Vor der Klasse spitzeln 😄

Ich musste derweil noch mal nach Hause laufen. In der Aufregung hatten wir den Schnuller vom Babymädchen vergessen. Die war müde und zum einschlafen braucht sie denn Schnuller, auch wenn sie ihn später wieder ausspuckt. Dadurch verging wenigstens die Wartezeit ziemlich schnell.

Und dann war der Butscher auch schon wieder da und meinte strahlend „Das war toll in der Klasse!“. Natürlich durfte er dann stolz seine Schultüte entgegen nehmen:

Danach war natürlich nichts mehr mit ihm anzufangen. Der wollte nur noch nach Hause. Ich dachte er zeigt seiner Patentante noch das Klassenzimmer. Aber Pustekuchen. Es zog ihn nach Hause. Schultüte auspacken. Der offizielle Teil war sowieso vorbei und daher verabschiedeten wir uns dann auch ziemlich schnell. Da waren wir auch nicht die einzigen.

Kaffee und Kuchen wartete ja zuhause. Näheres zur Schultüte und deren Inhalt verblogge ich dann noch mal separat diese Woche. Ich schreib das heute alles und hau das über die Woche raus. Sonst wird der Artikel ja noch länger 😉

Wir hatten auf jeden Fall einen tollen Tag. Es regnete zwar zwischendurch mal und wir mussten nach drinnen flüchten, aber Kaffeetisch und Grillabend blieben trocken. Und das war alles was ich mir wünschte.

Erster richtiger Schultag

Heute war dann der erste richtige Schultag.

Die erste Brotdose ist ziemlich voll und vor allem gefüllt mit dem was der Butscher am liebsten mag: Es muss reichen für zwei Pausen. Und da er heute morgen zu aufgeregt zum Frühstücken war, hatte er in der ersten Pause sicher einen Bärenhunger.

Eigentlich wollte ich noch Karotten dazu packen. Aber ich musste feststellen dass wir gar keine haben. Irgendwie hab ich letzte Woche vergessen dass ich ja nicht nur fürs Einschulungs-WE einkaufen muss, sondern auch für das normale Frühstück. Zum Glück ist morgen unser regulärer Einkaufstag.

Und um 7:30 Uhr ging es los zur Schule:

Beide Eltern waren mit dabei. Da der Klassenraum im ersten Stock ist und ich das Baby samt Kinderwagen schlecht mitnehmen kann, musste der Papa unten warten. Ich musste ja heute erst mal den ganzen Schulkram mitbringen und einsortieren. Zwei Stofftaschen voller Schulutensilien hatte ich dabei.

Und jetzt? Ist es ziemlich still hier. Die Nordbabydame schläft und sonst ist keiner mehr da. Alle weg. Und ich starre auf die Uhr und denke „Oh, jetzt hat der Butscher die zweite Stunde“, „Oh, jetzt hat der Butscher Pause!“ und so weiter 😄

Bis nächste Woche habe ich mich sicher dran gewöhnt.

Ein großer Tag für ein paar Kanadier

Viele Mamas werden jetzt sicher gleich wegklicken. Aber auch die Leidenschaft für PC-Spiele gehört zu mir.

Heute ist für Hinterland Games in Kanada ein ganz großer Tag. Und irgendwie fühle ich da mit, denn das Spiel und seine Entwicklung begleite ich schon seit knapp 3 Jahren. Seit dieser Zeit spiele ich den Sandbox-Modus und habe es immer noch nicht satt.

Heute um 17 Uhr wird „The Long Dark“ kein Early Access Spiel mehr sein. Nicht mehr Beta, nicht mehr in Entwicklung. Sondern ein fertiges Spiel.

Im Oktober 2014 habe ich es mir gekauft. Damals war es noch ganz am Anfang, frisch im „Early Access“ (das ist Steams Programm für Spiele die sich in der Entwicklung befinden. Sozusagen „Beta“-Spiele, man muss mit Abstürzen rechnen, kann nicht alles nutzen.. also schlicht und einfach: Unfertige Spiele).

Aber The Long Dark war nie ein typisches Early Access-Spiel. Ich hatte in den ganzen drei Jahren vielleicht 2 Abstürze. Die Jungs und Mädels von Hinterland waren immer schnell mit den Bugfixes. Schneller als manche Entwickler bei teuren, angeblich fertigen Spielen. Und nicht nur das. Es gibt selten, seeeehr selten Entwickler die dermaßen mit ihrer Community und ihren Spielern kommunizieren, sich ihre Wünsche, ihr Lob und Kritik dermaßen zu Herzen nehmen und es umsetzen wie die Leute von Hinterland.

Was ist „The Long Dark“ überhaupt?

Ein Survival Game. Bevor jetzt viele genervt mit den Augen rollen („Gibts doch wie Sand am Meer!“): Jaaa, mit Zombies und Trash. TLD ist aber definitiv einen Blick wert. Hier geht es um keine Zombies. Sondern um eine Katastrophe mit einem geomagnetischen Sturm. Wir sind mitten in der Pampa, in Eis und Schnee mit dem Flugzeug abgestürzt und keine Menschenseele ist mehr da. Kein Radio, kein Strom, alles tot. Nur wir sind da und ein paar Wölfe und, wenn man Pech hat, auch ein ziemlich böser Bär. Hier geht es um das nackte Überleben mit der Natur, Bären, Wölfen und sich selbst. Ach und dann wären da auch noch eventuelle Lebensmittelvergiftungen durch schlechtes Essen (Fischkonserven.. bööööse!), Knochenbrüche, Erfrierungen…

 

Klingt easy? Ist es aber nicht. Da gehört eine Menge Planung und logisches Denken dazu. Gehst du ohne Schlafsack los und hängst erschöpft im Schneesturm in einer Höhle fest, hast du verloren. Ein kleiner Fehler kann dich das Leben kosten.

Ich liebe dieses Spiel. Weil es spannend ist und gleichzeitig so herrlich ruhig. Gerade richtig wenn man im Alltagstrubel mal die Nase voll hat. Kopfhörer auf und nur Natur horchen, auf Wolfsgeheul und Bärentatzen achten. Wer TLD schon kennt, weiß was für eine beachtliche Leistung 128 Tage sind 😀 Und natürlich hat mich ein dummer Fehler das Leben gekostet.

 

Der Screenshot stammt vom Oktober 2014. Damals war alles noch in Englisch. Mittlerweile wurde so vieles gemacht dass man es gar nicht mehr aufzählen kann. Das Spiel wurde in unzählige Sprachen übersetzt. Das Menü mehrfach überarbeitet, die Grafik verbessert und stimmungsvoller gemacht, neue Dinge eingebaut…

Und heute ist der große Tag. Heute wird der Story Modus veröffentlicht. Die Geschichte beginnt. Was ist eigentlich in The Long Dark passiert? Werden wir andere Menschen finden? Können wir etwas ändern und den ewigen Winter, das lange dunkel beenden? Wir werden es endlich erfahren.

Falls ihr auch PC-Spiele mögt, The Long Dark kann ich euch wirklich ans Herz legen. Es kostet ab heute 31,99 im Steam Store. Aber das Geld ist es absolut wert. Und das sage ich wirklich selten über Spiele!

Übrigens: The Long Dark wird sogar verfilmt werden. Und zwar von keinem geringerem als Jeremy Bolt, dem Produzenten der Resident Evil Filme! Ich hoffe er macht was gutes draus 🙂

Spielt ihr PC-Spiele? Kennt ihr The Long Dark vielleicht schon?

Große Ereignisse in Sicht! Viel zu tun

Ich habe eine ellenlange Liste von „Beiträge die in bloggen will“ und komme zu nichts.

Die To-Do Listen werden auch immer länger und jeden Tag fallen mir tausend neue Dinge ein die noch dazu müssen.

Wieso? Nächstes Wochenende ist das wohk wichtigste Wochenende des Jahres. Am Samstag hat der Butscher Einschulung. Und am Sonntag wird die Nordbabydame getauft.

Zwei große Ereignisse, ein Wochenende. Verwandte zu Besuch, Torten in Planung, es muss so viel vorbereitet sein, das Haus am besten klinisch rein (ja ist quatsch, weiß ich selber, mein Perfektionisten-Ich sitzt aber auf dem Boden, hält sich die Ohren zu und ruft „LALALA… IST MIR EGAAAAL!“).

Und da werde ich auch ganz viel berichten und Fotos zeigen. Wenn ich denn mal dazu komme 😄

Im Moment falle ich nach 0 Uhr todmüde ins Bett und wusste gestern nicht mehr welcher Wochentag ist. Ich sollte mich wohl etwas bremsen. Aaaaber da falken mir schon wieder 20 neue Dinge ein…

6 Monate Nordbabymädchen

6 Monate sind heute um. Das erste halbe Jahr.  Das ging schnell. Verdammt schnell! Das heißt auch in einem halben Jahr ist sie kein Baby mehr. Hallo? Das geht mir ZU schnell! 😱

Aber nichts desto trotz will ich auch wieder einmal zurück blicken und erzählen was sie so alles kann.

Die Dame übt inzwischen fleißig krabbeln. Leider klappt das noch nicht so wie sie es gerne möchte. Die Beine bekommt sie noch nicht unter den Poppes und so robbt sie nach hinten weg. Im Laufstall hängt sie dann irgendwann am Gitter bzw. an der Einlage und dann geht es (nach hinten) natürlich nicht mehr weiter. Was dann mit lautem Protestgeschrei kommentiert wird.

Allerdings geht es mit dem Oberkörper schon gut zur Seite und sie schafft es auf dem Boden schon locker von der Krabbeldecke runter. Was auch nicht immer zu ihrem Vorteil ist. Neulich hat sie sich dann auf den Rücken gedreht und auf die letzten Zentimeter fallen lassen. Mit einem lauten *klonk* schug ihr Köpfchen aufs Parkett und dann war natürlich erst mal Alarm angesagt. Und eine große Beule. Aber Mama tröstet und pustet alles weg 😘

Liegen im Kinderwagen findet sie auch nicht mehr so toll. Allerdings mache ich da keine Kompromisse. Wer nicht sitzen kann muss eben liegen. Sie in eine aufrechte oder auch nur halb aufrechte Position in den Sportsitz zu schnallen wäre gar nicht gut für ihren Rücken.

Zähne sind, trotz Zahnaua, noch keine in Sicht. Ich bin der Meinung ihr Bruder hatte mit 6 Monaten schon Zähne, ich muss unbedingt mal sein Zahnheftchen rauskramen. Das liegt in unserer großen Erinnerungskiste.

Mit dem Brei hat sie es momentan nicht so. Je nach Laune isst sie gut oder ganz schlecht. Und ganz schlecht heißt, sie findet es absolut großartig das Zeug mit Prusten auf uns beiden zu verteilen. Ich stelle das Füttern dann ziemlich schnell ein und dann kriegt sie eine Flasche. Ich will sie dann ja nicht noch ermutigen zu dem Quatsch.

Bei der Babykleidung sind wir aktuell bei 68, wobei wir auch tatsächlich noch Sachen in 56 haben die ihr passen und natürlich noch einiges in 62. Langsam wird es Zeit für den Herbst zu shoppen. Wobei ich das Gefühl habe, das Verlangen kommt auch nur weil das Wetter so schlecht ist.

Ich bin gespannt was das nächste halbe Jahr so bringt. Wie sie sich entwickelt. Sie ist jetzt schon definitiv total anders als ihr Bruder.

Unser Test mit dem Qeridoo Kidgoo 2

Produkttest

Über Twitter und Instagram konnte man es ja schon lesen: Wir haben bei MiBaby einen Kidgoo 2 für einen Produkttest gewonnen. Meinen Test bei Mibaby habe ich schon abgeschlossen, wenn das Testergebnis veröffentlicht wird, setze ich den Link auch als Update hier im Artikel 🙂

Aber ich möchte euch natürlich auch ausführlich hier im Blog über den Fahrradanhänger berichten.

Der Qeridoo Kidgoo 2 ist, wie der Name schon vermuten lässt, ein Fahrradanhänger für ein oder zwei Kinder. Er ist außerdem mit dem mitgelieferten kleinen Vorderrad als Buggy nutzbar und optional kann man auch ein großes Joggerrad dazu kaufen. Mit Adaptern oder einer Weber Babyschale ist er auch schon für die kleinsten nutzbar.

 

Ankunft und Zusammenbau

Der Anhänger wurde uns direkt vom Hersteller per UPS geliefert.

Der Aufbau war sehr einfach und dank der bebilderten Anleitung auch gut verständlich. Einzig das Aufklappen der Fahrerkabine bereitete mir etwas Schwierigkeiten. Ich bin halt ein Schwächling seit der Schwangerschaft! Das es so schwer ging, schiebe ich aber einfach mal darauf, dass der Kidgoo 2 noch nie aufgeklappt und der Stoff eben noch nicht gedehnt war.

Nachdem Federung, Räder, Griff und Bremse angebracht waren, musste ich dann noch den Sitz ausbauen. Da unsere Tochter ja erst 5 (fast 6) Monate alt ist, kann sie noch nicht ohne weiteres Zubehör im Qeridoo transportiert werden. Es muss eine Werber Babyschale her oder, in unserem Falle, die Adapter für den MaxiCosi. Dabei gilt es aber zu beachten dass im Falle der Adapter dann nur noch EIN Kind im Kidgoo 2 zu transportieren geht. Da ja der Sitzeinhang komplett ausgebaut wird.

Allerdings ist diese Transportmöglichkeit die sicherste die geht mit Fahrrad. Wo ist das Kind sicherer als dreifach befestigt in seinem Autositz? (Dreifach: 1. Festgeschnallt im Sitz,  2. Sitz befestigt auf Adapter verbunden mit dem Chassis und 3. die Babyschale wird zusätzlich noch einmal mit einem Gurt gesichert).

Der komplette Zusammenbau inklusive auspacken, inspizieren und Adapter anbringen dauerte ca. eine Stunde.

Alles was dann noch fehlt, ist die Kupplung am Fahrrad. Eine wird mitgeliefert. Jede weitere kann man direkt beim Hersteller oder diversen Onlineshops für 14,90 EUR bestellen. Das anbringen am Fahrrad ist etwas fummelig. Denn die Kupplung muss waagerecht sein und beim zuschrauben dreht sie sich zum Schluss leider mit. Was mich einige Flüche gekostet hat. Aber wenn sie sitzt dann sitzt sie. Macht man ja nur ein mal.

 

Unterwegs mit dem Fahrrad

Die Deichsel lässt sich sehr einfach am Fahrrad anbringen. Mit zwei Handgriffen ist sie befestigt und wirkt auch sehr sicher. Beim neuen Modell 2017 wurde die Deichsel geändert. Im Vergleich zum Vorgängermodell wirkt diese durch ihre Kanten robuster. Zudem wurde der vordere Teil, der mit dem Fahrrad verbunden wird, komplett verändert.

Auch das anbringen der Deichsel am Anhänger geht mit einem Klick.

Die einstellbare Blattfederung leistet richtig gute Dienste. Vor allem für ein Baby ist ein gefederter Anhänger wichtig und sinnvoll. Immerhin haben die kleinsten auch empfindliche Rücken. Und da können grobe Holperstrecken wie Feldwege oder Kopfsteinpflaster schon zur Gefahr werden. Aber durch die Blattfederung fährt das Kind sehr ruhig und wird nicht durchgeschüttelt. Ihr gefällt es unterwegs sogar sehr gut. Sie hat noch nicht ein einziges gemeckert im Gegensatz zum liegen im Kinderwagen.

Engere Kurven sind dank der Flexbar-Deichsel auch kein Problem. Der Qeridoo verhält sich vorbildlich. Das einzige was ich persönlich etwas irritierend finde, ist dass es manchmal quietscht. Das ist aber sicher dem Material geschuldet und nicht weiter schlimm.

Wenn nur ein Kind im Anhänger mit fährt, kann man die Gurte zum Anschnallen mittig platzieren, so dass auch mit nur einem Kind eine optimale Gewichtsverteilung gegeben ist. Und so hat das Kind natürlich mehr Platz 🙂

Insgesamt ist der Kidgoo 2 innen sehr komfortabel ausgestattet. Der verstellbare 5-Punkt-Gurt ist gut gepolstert. Dazu gibt es zwei verstellbare Kopfstützen und eine durchgängige Rückestütze, beides offenbar mit Memoryschaum. Auch der Fußraum ist geräumig. So sind die Kinder unterwegs bequem und sicher untergebracht.

Auch an die Sonne hat Qeridoo gedacht. Ein Sonnensegel ist integriert und kann durch die Klettseiten stufenlos variiert werden. So scheint dem Kind auch nie die Sonne ins Gesicht. Beim einem anderen bekannten Hersteller war (und ist bis heute) kein Sonnensegel dabei. Man muss sich dies separat kaufen oder eines selber nähen. Dabei denke ich dass dies ein wichtiges Accessoire ist. Immerhin können die Kinder festgeschnallt im Radanhänger der Sonne nicht ausweichen und man kann sich die Richtung in die man fährt ja nicht unbedingt aussuchen. Wie schnell erleiden Kinder einen Hitzeschlag wenn sie der Sonne ausgesetzt sind?

Ein drittel Sonnenverdeck. Das Sonnenverdeck kann bis zum Ende der breiten Klettstreifen reichen 🙂

 

Das integrierte Regenverdeck lässt sich bei schönem Wetter einfach aufwickeln (siehe Bild) und oben befestigen. Bei Regen ist es sehr schnell mit den beiden seitlichen Reißverschlüssen verschlossen und hält auch gut was aus. Es gibt noch ein zusätzliches Regenverdeck von Qeridoo. Ich bezweifle aber dass man das benötigt!

Bei Regen müssen die Kinder übrigens auch nicht im stickigen Anhänger sitzen. Qeridoo hat sich ein zusätzliches Belüftungssystem ausgedacht:

Seitlich am linken Fenster und hinten über dem Gepäckfach befinden sich Lüftungsgitter die sich separat öffnen lassen. Sicher auch praktisch bei sehr warmen Temperaturen für zusätzlichen Durchzug 🙂

 

Als Buggy

Das Buggyrad wird einfach in die Halterung eingesteckt, macht *klick* und sitzt bombenfest. Die Frage „Wohin mit der Deichsel“ stellt sich auch nicht, diese kann man nämlich einfach unter dem Kidgoo 2 verstauen, in dem man sie nach hinten gerichtet in die Deichselhalterung klickt. So kann man also bequem das Buggyrad einpacken, mit dem Rad zu einem Event oder dem Spielplatz fahren und dann vor Ort den Anhänger als Buggy nutzen ohne das irgendwelche Teile im Weg sind.

Der Schiebegriff vom Kidgoo 2 lässt sich mehrfach in der Höhe verstellen, so dass sowohl große als auch kleine Personen bequem schieben können.

Am Schiebegriff befindet sich dann auch die Bremse des Kidgoo 2. Eine Stiftbremse die im Radkranz einhakt. Mit etwas Kraft muss man den Hebel runterdrücken und der Kidgoo steht bombenfest. Per seitlichem Knopfdruck lässt sich die Bremse lösen.

Als Buggy ist der Kidgoo 2 trotz seiner Größe erstaunlich wendig. Das Buggyrad lässt sich aber auch feststellen, falls nötig.

 

Sicherheit

Auch Sicherheit wird natürlich beim Kidgoo nicht vernachlässigt. Die erhältlichen Farben sind allesamt sehr auffällig und im Straßenverkehr gut sichtbar. Reflektoren gibt es vorne, hinten und seitlich an den großen Speichenrädern. Abends wird allerdings zusätzliches Licht benötigt. Ein entsprechendes Set ist beim Hersteller erhältlich. Aber natürlich hilft hier auch der örtliche Fahrradhändler weiter.

Zur Ausstattung gehört natürlich auch das obligatorische Fähnchen. Die Fahnenstange ist zweiteilig, so dass man den unteren Teil stecken lassen kann und nicht jedes Mal die ganze Stange  raus- und wieder reinfummeln muss.

Leider vergessen viele Radfahrer das Fähnchen gerne. Ich sehe täglich viele Fahrradanhänger die ohne Fahne unterwegs sind. Dabei wird diese dringend benötigt für die Sichtbarkeit und ist gesetzlich vorgeschrieben!

 

Stauraum, jede Menge Stauraum!

Was mich wirklich absolut begeistert ist der Stauraum den der Kidgoo 2 bietet. Angefangen im Fahrgastraum, wo jedes Kind seitlich eine Tasche für Getränke,Snacks oder das geliebte Schnuffeltuch hat, damit der Kram unterwegs nicht im Anhänger rum fliegt.

Dazu einen riesigen Gepäckraum mit einer Extratasche für das Buggyrad und andere Kleinteile, sowie zwei Aufsatztaschen hinten an der Klappe vom Gepäckfach.

Und wenn man den Kidgoo als Buggy schiebt, kann man sein Smartphone in der dafür vorgsehenen Tasche verstauen. Diese ist mit eienr Touch-Folie ausgestattet, so dass man das Smartphone bequem durch die Folie bedienen kann.

Mein HTC 10 hat inkl. Bumper sehr gut rein gepasst und die Bedienung funktionierte perfekt. Bis auf den Fingerabdrucksensor natürlich. Das geht dann nicht.

Insgesamt bietet der Kidgoo 2 einen Stauraum von 82L,was schon sehr beachtlich ist.

 

Wie lange passen die Kinder rein?

Ohne Adapter oder Babyschale ist der Qeridoo Kidgoo 2 ab 12 Monaten nutzbar (Mit Adaptern natürlich schon früher) und dann bis 6 Jahre bzw. bis das Kind 117cm groß oder 22kg schwer ist. Der Butscher würde also sogar noch knapp reinpassen mit seinen 116cm. Aber da wir die Adapter nutzen, fährt nur die Nordbabydame damit.

Übrigens finde ich die Sitzposition im Anhänger sehr gut. Die Babyschale ist leicht nach hinten geneigt, so dass sie im Gegensatz zum Auto fast liegt. Im Auto ist die Schale definitiv mehr nach vorne geneigt (auch mit Isofix-Sation, da ist es nur nicht ganz so extrem wie ohne).

 

Fazit

Ich bin begeistert vom Qeridoo. Ich muss gestehen dass mir diese Marke vorher nicht bekannt war. Ich kannte nur die üblichen Verdächtigen, vor allem eben dadurch, dass wir früher einen für den Butscher hatten. Wir hatten schon überlegt wieder einen Anhänger anzuschaffen. Vor allem da ich keinen Führerschein habe, ist ein Anhänger für mich schon sehr praktisch um etwas Mobiler zu sein. Als ich dann aber die aktuellen Preise sah, war ich ehrlich gesagt etwas geschockt.

Der Qeridoo Kidgoo 2 kostet aktuell ca. 499 EUR. Dafür bekommt man einen großen Anhänger mit einer sehr guten, einstellbaren Federung, viel Stauraum und jeder Menge Extras. Vor allem aber bekommt man einen Anhänger, bei dem man das Gefühl hat dass sich da Menschen, die selber Kinder haben, Gedanken gemacht haben was nützlich sein könnte und was nicht. Der Qeridoo Kidgoo 2 wirkt insgesamt sehr durchdacht und macht vieles richtig.

Ich bin gerne mit dem Anhänger unterwegs und kann ihn wirklich empfehlen. Er hat die ganzen Wochen über alles mitgemacht, selbst Matschfahrten über Feld und Schotter und ich habe mich nie über ihn geärgert. Das einzige Manko: Er passt auch zusammen geklappt nicht in unseren Golf 7. Ist halt so. Ist ja auch nicht schlimm. Hätte ich den jetzt nicht gewonnen, sondern müsste ihn wieder abgeben, würden wir uns definitiv einen Qeridoo zulegen. Denn ich bin überzeugt dass man da am meisten Leistung für sein Geld bekommt.